AM Steinmeier bei der Ankunft in Bagdad am 16.08.2014

Bundesregierung startet Hilfstransporte

Seit dem 16. August liefert die  Bundesregierung Hilfsgüter an die Flüchtlinge im Nordirak. Am Samstag landete die erste  Transall-Maschine mit Medikamenten, Lebensmitteln und Decken in Erbil.

Eingesetzt werden vier Transall-Maschinen, die rund 36 Tonnen humanitäre Hilfsgüter wie Medikamente, Lebensmittel und Decken transportieren. Helfer der Vereinten Nationen nehmen die Lieferungen in Empfang.

Das Bundesentwicklungsministerium erhöhte inzwischen die Soforthilfe für den Irak um 20 Millionen Euro. Die Mittel fließen umgehend an Hilfsorganisationen wie Unicef, das Welternährungsprogramm und vor Ort tätige Nichtregierungsorganisationen.

Am 16. August ist auch Außenminister Steinmeier nach Bagdad und Erbil gereist, um sich selbst ein Bild von der Lage und der benötigten Hilfe zu machen. In Bagdad traf Außenminister Steinmeier mit seinem Amtskollegen Al-Shahristani sowie mit Präsident Masoum und dem designierten Ministerpräsidenten Al-Abadi zusammen. Im Nordirak besuchte er vor dem ISIS-Terror geflohene Menschen in ihren Notunterkünften.

Wichtiger Hinweis

Das Auswärtige Amt ruft angesichts der aktuellen Lageentwicklung zur sofortigen Ausreise folgenden Landesteilen des Irak auf:

Provinz Ninewa (Provinzhauptstadt Mosul)
Provinz Anbar (Provinzhauptstadt Ramadi)
Provinz Salah Al-Din (Provinzhauptstadt Tikrit) 

Provinz Diyala (Hauptstadt Baquba)

Provinz Ta'mim (Provinzhauptstadt Kirkuk)

Auch für den Großraum Bagdad und den Norden der Provinz Babel wird eine vorübergehende Ausreise dringend empfohlen.

Die Sicherheitslage in der Region Kurdistan-Irak mit den Provinzen Dohuk, Erbil, Sulaymaniyah und Halabia ist derzeit sehr volatil und unberechenbar. Vor Reisen in die Region Kurdistan-Irak wird daher gewarnt. Regelmäßige Flugverbindungen sind momentan nicht gewährleistet, von nicht unbedingt notwendigen Aufenthalten wird derzeit abgeraten. Personen, die sich in diesen Gebieten aufhalten, sollten alle Vorkehrungen treffen, um erforderlichenfalls kurzfristig ausreisen zu können.

Nachdem terroristische Gruppierungen die Provinz Ninewa am 11.06.2014 unter ihre Kontrolle gebracht haben und in weitere Teile der Provinz Salah Al-Din und in die Provinz Diyala vorgedrungen sind, ist dort  mit bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Terroristen, den irakischen Sicherheitskräften und Milizen sowie mit schweren Anschlägen zu rechnen. Dies gilt ebenfalls für die Provinz Anbar, in der terroristische Kräfte ihre Kontrolle ausbauen. In der Provinz Ta'mim kommt es regelmäßig zu Kämpfen zwischen Terroristen und kurdischen Peschmerga. Aufgrund einer neuen Offensive der terroristischen Gruppierungen seit dem 02.08.2014 in der bereits betroffenen Provinz Ninewa hat sich die Sicherheitslage im Großraum Mossul deutlich verschlechtert. Dabei kommt es auch zu offenen bewaffneten Auseinandersetzungen, sowie zu Luftschlägen.

Über die Sicherheitslage im Irak informieren wir Sie tagesaktuell auf der Website des Auswärtigen Amts.

Sicherheitshinweise

Häufig gestellte Fragen zu den Sicherheitshinweisen

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Botschafter Ekkehard Brose

Botschafter Ekkehard Brose

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