"Stabilisation Starter Kit" für Provinz Anbar

Bild vergrößern

Bei einer feierlichen Veranstaltung in Bagdad am 23. Mai überreichte Botschafter Franz Josef Kremp dem Gouverneur von Anbar Sohaib Al-Rawi dringend benötigte Ausrüstungsgegenstände für Stabilisierungsmaßnahmen in Anbar, ein so genanntes "Stabilization Starter Kit". Mit den Ausrüstungsgegenständen soll der Provinzregierung von Anbar geholfen werden, die Grundversorgung in den aus den Händen der Terrormiliz Da'esch befreiten Städten der Provinz wieder herzustellen. Derzeit warten nach offiziellen Angaben noch etwa 300.000 Familien aus Anbar außerhalb der Provinz darauf, dass sie wieder in ihre teils stark zerstörten Heimatorte zurückkehren können.

 In Anwesenheit von Dr. Mahdi Al-Alak, dem Generalsekretär des Ministerrats, hob Botschafter Kremp in seiner Rede die gute Zusammenarbeit von nationaler Regierung und Provinzregierung als Voraussetzung für eine erfolgreiche Stabilisierung der befreiten Gebiete hervor.

 Das von der Bundesregierung finanzierte Unterstützungsprogramm der "Stabilization Starter Kits", welches von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) durchgeführt wird, umfasst die Beschaffung und Bereitstellung von Sachgütern sowie die Durchführung von Trainingsmaßnahmen in einer Gesamthöhe von derzeit 13 Mio. EUR.

 Das heute übergebene "Starter Kit" für Anbar enthielt u.a. Räumfahrzeuge wie Löffelbagger, ein Hebekran und ein Schuttlaster. Diese Gerätschaften sollen dazu eingesetzt werden,  einen ersten Zugang zu zerstörten Gebieten zu eröffnen und Aufräumarbeiten zu beschleunigen. Ebenfalls im Starter Kit enthalten sind mit Filtern versehene Wassertanker zur Grundversorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser sowie mehrere Generatoren zur Stromversorgung wichtiger Infrastruktur wie Krankenhäuser und Schulen. Die Sachgüter werden u.a. in den Städten Falludscha, Haditha, Hit, Saqlawiya, Habaniya und Ramadi eingesetzt werden.

 Dr. Mahdi Al-Alak dankte in seiner Rede Deutschland für die fortgesetzte Unterstützung für Irak, insbesondere im Bereich der Stabilisierung. Dr. Mahdi Al-Alak betonte, dass die „Stabilization Starter Kits“ nur einen kleinen Ausschnitt der bilateralen Zusammenarbeit und des deutschen Engagements darstellten. Unter anderem erwähnte er den deutschen Kredit für Irak in Höhe von 500 Mio. EUR, den die KfW im Auftrag der Bundesregierung Irak für die Finanzierung von Infrastrukturprojekten in den befreiten Gebieten bereitstellt.

 Gouverneur Sohaib Al-Rawi dankte der deutschen Regierung und der deutschen Bevölkerung für ihr herausragendes Engagement. Nach den schrecklichen Taten der IS-Terroristen könne die Provinz Anbar nur mit internationaler Hilfe wieder auf die Beine kommen. Mit der deutschen Hilfe werde die Provinzregierung in die Lage versetzt, die Grundversorgung für die Bevölkerung in Anbar sicherzustellen.