West-östliche Klänge in der Residenz

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Über 50 geladene Gäste nahmen am 5. Juli an einem Konzertabend in der Residenz des deutschen Botschafters in Bagdad teil. Wenige Tage nach dem Ende des Eid al-Fitr-Festes wollte die Botschaft damit, wie Geschäftsträger Dr. Schnakenberg in seiner Ansprache hervorhob, die Einheit aller Menschen unterschiedlichen Glaubens im Irak würdigen. Wenige Tage vor dem Abschluss der Befreiung von Mosul gedachten die Gäste auch derjenigen, die ihr Leben für einen Irak ohne Terror und im Frieden zwischen den Religionen geopfert haben.

Das Mesopotamien-Trio spielte sowohl klassische als auch orientalische Weisen. Die Musiker Junaid Mahmoud Hamad, Ahmad Mahmoud Hamad und Raed Abd Alhamid Rouwayd bekamen viel Applaus dafür, eine musikalische Brücke zwischen den Kulturen zu schlagen.

Besonders beeindruckte die Zuhörer im Anschluss Ameen Muqdad, der „Geiger von Mosul“. Er spielte ein von ihm komponiertes Stück namens „Fear“ und ein Stück aus dem Kulturerbe von Mosul namens „Yardeli“. Im April dieses Jahres wurde dieser junge Mann aus Mosul plötzlich weltbekannt, als ein Youtube-Video verbreitete, wie er in den Trümmern seiner Heimatstadt – im Hintergrund waren Gewehrsalven und Explosionen zu hören – die Geige spielte – zum ersten Mal seit drei Jahren, denn unter der Herrschaft von Daesh war Musik verboten.