Mossul: Auswärtiges Amt stockt Hilfe auf

Die Terrormiliz IS ist vertrieben, doch die Stadt liegt noch immer am Boden. Deutschland gibt zusätzliche 150 Millionen Euro für humanitäre Hilfe und Stabilisierung.

Deutschland wird den Wiederaufbau in vom IS verwüsteten Teilen des Iraks mit zusätzlichen 150 Millionen Euro unterstützen. Die Hilfsgelder sollen insbesondere den Menschen in Mossul zu Gute kommen.


Hoffnung auf friedliches Leben ermöglichen

Um den Menschen in Mossul wieder die Hoffnung auf ein friedliches Leben zu ermöglichen, stellt das Auswärtige Amt nun kurzfristig weitere 150 Millionen Euro bereit. „Die Menschen müssen die Aussicht auf eine gute Zukunft für sich und ihre Familien haben“, sagt Außenminister Gabriel. Vor dem Wintereinbruch sind die Menschen in der Region besonders auf Hilfe angewiesen. 100 Millionen Euro der Gelder werden darum in humanitäre Hilfe vor Ort investiert. Mit den Geldern wird Deutschland vor Ort die Arbeit von UN-Hilfsorganisationen wie dem Welternährungsprogramm WFP, der Weltgesundheitsorganisation WHO oder dem UN-Flüchtlingswerk UNHCR finanzieren.

Hilfe schafft Stabilität und Vertrauen

Weitere 50 Millionen Euro werden in die Stabilisierung der Region investiert. „Nur wenn Infrastruktur und Verwaltung wieder hergestellt werden, lässt sich der Terror nachhaltig besiegen“, so Gabriel. Damit der Wiederaufbau vorankommt und sich die befreiten Regionen stabil entwickeln, sind gut funktionierende Behörden und verlässliche Strukturen unverzichtbar. Mit den Hilfsgeldern finanziert Deutschland darum beispielsweise Projekte zur Ausbildung von Polizisten und Fortbildungen in Verwaltung und Regierungsführung. Ein wichtiger Partner dabei ist das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen UNDP.

Deutschland ist der zweitgrößte Geber für den Irak. Allein in diesem Jahre hat Deutschland die Menschen in Irak mit mehr als 500 Millionen Euro unterstützt.