Erklärung des Auswärtigen Amts zur Befreiung des Ost-Teils der Stadt Mossul von IS

Zur Befreiung des Ost-Teils der Stadt Mossul von IS sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts heute (25.1.): 


„Die Befreiung von Ost-Mossul ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen IS im Irak. Sie zeigt: Die IS-Terroristen geraten mehr und mehr in die Defensive. Dazu trägt auch die Unterstützung durch die internationale Anti-IS-Koalition bei.
 
Unsere Anerkennung gilt dem entschlossenen Handeln und planvollen Vorgehen der Regierung von Premierminister al-Abadi und der irakischen Sicherheitskräfte. Auch ohne die kurdischen Peschmerga wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.
 
Jetzt kommt es darauf an, im Osten der Stadt rasch die Sicherheit wieder herzustellen und die Versorgung der Bevölkerung, die nach schlimmen Jahren dem Alptraum des IS-Terrors entronnen ist, zu gewährleisten. Die Menschen wollen rasch zu einem normalen Leben zurückfinden. Wir sehen, dass sich schon jetzt mancherorts so etwas wie Alltag wieder einstellt, die Menschen sich zurück auf die Straßen wagen und Märkte öffnen. Tausende sind bereits in die befreiten Ortsteile und südliche
n Vororte zurückgekehrt. Mit deutscher Unterstützung haben die Vereinten Nationen vor Ort erste Stabilisierungsmaßnahmen begonnen, um etwa die Stromversorgung und Gesundheitsstationen zu reparieren.
 
Deutschland leistet als einer der größten humanitären Geber für Irak einen entscheidenden Beitrag – knapp 120 Millionen Euro im vergangenen Jahr, wovon ein großer Teil den Menschen im Raum Mossul zugutekommt. Die Unterstützung hilft, Menschen mit sauberem Wasser und Nahrung zu versorgen und die medizinische Grundversorgung sicherzustellen.
 
Der humanitäre Bedarf ist und bleibt gewaltig, denn die schwierigste Herausforderung steht noch bevor: Im Westen der Stadt sind noch immer hunderttausende Menschen in den Händen von IS und versuchen dort unter schwierigsten Bedingungen zu überleben.“